architectural project fehmarn pier | fehmarn

Seebrücke
Mittelpunkt der 250 Meter langen Seeebrücke (auf dem Niveau + 4.20 m ü. NN) ist ein Langhaus-Gebäude aus Holz (Robinie+Lärche), dessen parabelförmige Konstruktion an ein klassisches Bootshaus erinnert. Ein weiterer Attraktor auf der Seebrücke ist der hölzerne Sprungturm (zwei Etagen), dessen filigranes Traggerüst visuelle Ähnlichkeiten mit einem Vogelnest hat (irreguläre Voronoi-Geometrie). Die Lage der Seebrücke ist so gewählt, dass mittels einer neu geschaffenen Inselpromenade eine optimale Durchlässigkeit zwischen dem Südstrand und dem Yachthafen ermöglicht wird.

Wetterschutzhütten

Alle vorgeschlagenen Einraum-Hütten sind reine Holzkonstruktionen. Die kreuzformigen Stützen bestehen aus wetterbeständigem Robinienholz. Sie sind durch rostfreie Stahlstäbe vom Boden abgesetzt und damit dauerhaft vor Fäulnis geschutzt. Die Dachkonstruktionen bestehen ebenfalls aus Robinienholz, mit einer Dacheindeckung aus wartungsfreiem, mattiertem Zinkblech. Die horizontale, unterschiedlich tiefe Lattung der Fassaden variiert in den verwendeten Holzarten und -farben (Robinie + Lärche). Die Fassaden sind zum Teil geschlossen ausgeführt (optimaler Wind- und Regenschutz), zum Teil luft- und lichtdurchlassig gestaltet (Ausblicke). Die Form des Daches erinnert an ein Segel. Dadurch werden diese Hochbauten kontextualisiert und befördern in ihrer Gesamtheit eine einheitliche und zudem ressourcenbewusste Anmutung des Hafenareals.

Aussichtsturm

Der Aussichtsturm ist eine Stahlkonstruktion in der Farbe RAL 5023: Fernblau. Die Plattform auf + 15.60 m ist belegt mit einem Boden aus Lärchendielen. Diese Aussichtsplattform wird gestützt von einer filigranen Stahlkonstruktion, deren gekreuzte Stäbe eine Torsionsbewegung im Uhrzeigersinn nachvollziehen. Damit wird die sprialförmig eingeschlaufte Kontur der Halbinsel thematisiert und der Aussichtsturm auf beiläufige Weise verortet.

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